Grün

In Grün gab es vor dem II. Weltkrieg 5 Gasthäuser, von denen ist kein überliefert worden. Einzelne Gasthäuser sind in der untenstehenden Luftaufnahme von 1948 gekennzeichnet.

Pos. Nr. Gasthaus 1893 1906 1930 1941
1 87 Grenzschänke Jordy Karl Neubert Hulda Landschulz Max Jordy Max Jordy
2 6 Zur Elstertal Albin Landschulz Adam Braun Otto Decker Otto Decker
3 65 Gasthaus Sängerheim x Wilhelm Riedel Adam Meier Adam Meier
4 17 Zum blauen Engel Johann Künzel Gustav Künzel Gustav Künzel Gustav Künzel
5 23 Zum grünen Baum Georg Zöfel Gustav Zöfel Gustav Zöfel Gustav Zöfel
    Gesamt 4 5 5 5

1

Granzschänke Jordy, Nr. 87

Dieses Gasthaus stand in der unmittelbaren Nähe der Staatsgrenze mit Sachsen, der Inhaber war Max Jordy. Es war ein beliebtes Restaurant mit einem Tanzsaal, wo jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag die Tanzkränchen veranstaltet wurden. Es wurde Pilsner Bier gezapft. Gleich neben dem Gasthaus befand sich auch eine Haltestelle der Bus-Linie Asch-Grün.

Diese Gaststätte wurde schon 1893 als Gasthaus Zum grünen Tal erwähnt, der Inhaber war damals Karl Neubert, 1906 ist dann Hulda Landschulz genannt. Eine neue Gestalt erhielt die Restauration am Ende der 1920er Jahre, der Gastwirt war damals schon genannte Max Jordy, der die Gaststätte bis zum Ende des II. Weltkrieges bewirtschaftet hatte.

Memento:
Das Gasthaus Jordy an der Grenze bei Grün wurde kürzlich in die Luft gesprengt. An seiner Stelle starrt dort jetzt ein Schutthaufen. Die Sprengung erfolgte am Tage nach dem "Friedenstreffen" zwischen Tschechen und Deutschen in Plauen. Zweifellos eine passende Begleitmusik...
Ascher Rundbrief Nr. 18, 7. Oktober 1950

Hostinec Zum grünen Tal

Ursprüngliches Aussehen der Gaststätte, um 1900

Hostinec Zum grünen Tal Hostinec Grenzschänke

De erste Umbau des Gasthauses, links der Anbau des Café

Hostinec Grenzschänke Hostinec Grenzschänke

Blick vom Gasthaus in der Richtung der Staatsgrenze, im Hintergrund links die Postmühle

Hostinec Grenzschänke Hostinec Grenzschänke

Gasthaus in den 1940er Jahren


2

Gasthaus Zur Elstertal, Nr. 6

An der Straße von Bad Elster nach Asch, hinter der Brücke über Elster, stand Gasthaus "Zur Elstertal", das ursprünglich die Name "Zur Elsterbrücke" trug. Das Gasthaus verfügte über ein Tanzsaal, im Abhang hinter der Gaststätte gab es ein Biergarten mit einer Veranda. Der letzter Inhaber war Otto Decker. An einer Ansichtskarte vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist Adam Braun erwähnt, dieser ist auch im Adressbuch von 1906 aufgeführt.

Das Gasthaus wurde in den 1960er Jahren abgerissen.

Hostinec Zur Elsterbruecke Hostinec Zur Elsterbruecke Inzerát na hostinec Zur Elsterbrücke z roku 1906

Anzeige aus dem Adressbuch von 1906

Hostinec Zur Elstertal

3

Gasthaus Sängerheim, Nr. 65

Das nächste Gasthaus befand sich gleich um die Ecke, in der Nr. 65. Der Besitzer war Adam Meier.
Es war wohl nur eine kleine Schänke. Bewirtschaftet wurde es bis zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1946.

Abgerissen in den 1950er Jahren.

Hostinec Sängerheim

4

Gasthaus Zum Blauen Engel, Nr. 17

Die vierte Gaststätte in Grün war das Gasthaus "Zum blauen Engel". Es stand an der Abzweigung zur Grüner Volksschule. Neben dem Gasthaus war ein terrassenförmiger, kurartiger Wirtshausgarten. Ein Bestandteil der Gaststätte war auch ein Kolonial-Laden. Dieses Gasthaus wurde schon 1893 von Tittmann erwähnt. Die ganze Zeit, bis zur Vertreibung 1946, wurde es von der Familie Künzel bewirtschaftet.

Diese Gasthaus war als einziges in Grün auch nach der Vertreibung bewirtschaftet. Abgerissen wurde es am Ende der 1960er Jahre.

Gasthaus Blaue Engel Gasthaus Blaue Engel Gasthaus Blaue Engel

Gasthaus Zum Blauen Engel anfangs des 20. Jahrhunderts

Gasthaus Blaue Engel Inzerát na hostinec Zum blauen Engel z roku 1906

Anzeige aus dem Adressbuch von 1906

Gasthaus Blaue Engel Gasthaus Blaue Engel Gasthaus Blaue Engel Gasthaus Blaue Engel

Gasthaus 1964 (übernommen von Webseiten der Stadtbücherei Asch)


5

Gasthaus Zum grünen Baum, Nr. 23

Das letztes Gasthaus stand am Dorfplatz, gegenüber dem Feuerwehrhaus. Dieses Gasthaus wurde ebenfalls in der Tittmann’s Heimatkunde von 1893 erwähnt. Es gehörte der Familie Zöfel. Es war ein beliebtes Restaurant, mit einem Tanzsaal und einem Biergarten, es wurde auch eine Unterkunftsmöglichkeit angeboten. Es war der Sitz von mehreren Grüner Vereinen. Bewirtschaftet wurde es bis zur Vertreibung 1946. Abgerissen dann in der Nachkriegszeit.

Hostinec Zum grünen Baum Hostinec Zum grünen Baum Inzerát na hostinec Zum grünen Baum z roku 1906

Anzeige aus dem Adressbuch von 1906

Hostinec Zum grünen Baum Hostinec Zum grünen Baum Hostinec Zum grünen Baum
Grün - letecké snímkování z roku 1948

Der Grenzverlauf bei Bad Elster ist Rot markiert

Grün Luftaufnahme von 1948

Die Luftaufnahme von 1948, mit markierten Gasthäusern.

Nach oben

Kontakt: thonbrunn@gmail.com ⁄ © Slavomír Michalčík 2014